Am frühen Morgen stehe ich auf.
Ich wälze mich aus dem Bett, laufe hinüber zur Badewanne und werfe meinen Wecker aus dem Fenster. Das Mistding hat mich aus einem Traum geholt, indem ich es mit 4 Weibern getrieben habe!
Langsam wanke ich zum Spiegel und sehe in mein Gesicht.
Ein Unding!
Sofort greife ich mir meinen Kamm und kämme mir die Matte wieder vors Gesicht. Lediglich ein einziges kleines Loch mache ich mir mit meinem Finger und Haarspray vor mein linkes Auge, damit ich mir beim Müsli essen nicht wieder ein Bein breche. Nachdem ich mir eine ganze Schale von den billigen Ja!-Cornflakes einverleibt habe, laufe ich voller Tatendrang zur Bushaltestelle.
Der Bus kommt nicht.
Konsequent wie ich bin, öffne ich das Gartentor meines Nachbarn und pfeife ihren Schäferhund zu mir. Er ist schon etwas älter, aber das stört mich nicht. Mit Schwung schwinge ich mich auf seinen Rücken und rufe: „Auf! Auf dahin, wo ich arbeite, Butterblume!“
Nach einem dreiminütigen Ritt, den die gute Butterblume nicht überlebte, bin ich angekommen.
Ich steige die 3 kleinen Stufen hoch, betätige die Türschelle und warte. Nach einer halben Stunde bemerke ich, dass noch niemand geöffnet hat, weswegen ich kurzerhand mit meinem Schädel die Tür einschlage. Ich steige über die zertrümmerte Tür und fühle mich ob des Aufpralls noch etwas benommen. Die Bernhardiner-Pantoffeln ziehe ich aus. Ganz so, wie es meine Pflicht ist, gehe ich in die Küche, entledige mich meiner Windel und onaniere 3-mal in den geöffneten Kühlschrank.
Aus 2 Metern Abstand! Das was danebengeht umrahme ich mit Marmelade, damit ich später nicht drauf ausrutsche. Gerade als ich die Küche verlassen möchte, stelle ich fest, dass mich die Katze beim Wichsen beobachtet hat. Also nehme ich mir 3 Gabeln und nagele sie zur Strafe an die Wand. Zuerst wehrt sie sich noch, aber nachdem ich ihre Beine fixiert habe, ist Ruh im Karton.
Scheiß Katze.
Im Wohnzimmer werde ich dann aber wieder an die Pflichten erinnert, die ich noch zu erledigen habe. Nachdem ich alle Holzscheite aus dem Kamin entfernt und mit ihnen ein kleines Holzmännchen gebaut habe, setze ich mich in selbigen und spiele Holz.
Ich sinniere über die Nichtigkeit des Lebens und knistere vor mich hin.
Nach 2 Stunden, verlasse ich notgedrungen den Kamin, da sich überraschend meine Blase zu Wort gemeldet hat. Ich stelle mich vor den Kamin, nehme meinen Schwanz in die Hand und pinkele ein großes Herz in den weißen Teppich. Mit der restlichen Ladung Urin möchte ich noch ein lächelndes Gesicht in das Herz malen, aber da mein Vorrat langsam zur Neige geht, schaffe ich nur noch ein paar Tropfen, sodass das Herz nun wie ein Arsch mit Hämorrhoiden aussieht. Nachdem ich mein Werk vollendet habe, sehe ich mir zuerst den Arsch und dann den Apparat, der für diese kunstvolle Urin-Anordnung verantwortlich ist, an. Ich muss feststellen, dass mir eine Intimrasur doch mal wieder ganz gut tun würde, aber da ich erstens Anstand habe und mir nicht die Schamhaare im Haus meines Arbeitsgebers entferne und ich zweitens gerade keinen geeigneten Scheiterhaufen zur Verbrennung der Parasiten vorbereitet habe, verschiebe ich die Rasur auf irgendwann.
2 meiner Aufgaben sind bereits erfüllt, doch die schwierigste steht noch bevor.
Katzenklo saubermachen.
Also gehe ich ins Bad, greife mir den lustigen Kasten und reinige ihn aufs penibelste. Die frisch eingestreute, saubere Katzentoilette stelle ich direkt unter die klagenden Überreste der an die Wand genagelten Katze, damit diese auch ihr letztes Geschäft hygienisch verrichten kann.
Stolz darüber, dass ich einmal erneut so gut meine Arbeit erfüllt habe, gehe ich mit einem Strahlen im Gesicht wieder nach Hause. Einmal über die Straße, wobei mir auffällt, dass Butterblume blöderweise mal irgendwie voll umsonst ihr Leben gelassen hat.
Auf den Küchentisch habe ich wie immer einen kleinen Zettel mit Name und Kontonummer für die Überweisung gelegt, aber da ich leider weder die Zahlen von 1-10 unterscheiden, noch wirklich buchstabieren kann, habe ich stattdessen ein schönes Genital auf den Zettel gemalt.
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